Die meisten Menschen warten darauf, dass Training sich gut anfühlt 🙂

Aber genau das ist der Fehler. Am Anfang fĂĽhlt es sich doch fast immer schwer an, irgendwie fremd, ja fast  störend. Und das nicht, weil dein Körper zu schwach ist, sondern einfach weil dein Verstand die Kontrolle verliert. Und Kontrolle aufzugeben, fĂĽhlt sich zuerst wie Widerstand an.

Der  Moment, dass Training sich gut anfĂĽhlt,  kommt nicht, wenn du fitter wirst. Nein, er kommt frĂĽher. Eher still, nahezu unspektakulär. Es ist letztendlich  der Moment, in dem du nicht mehr mit dir  diskutierst. Du fragst dich nicht:  „Soll ich heute?“ oder „Soll ich nicht?“, kein Abwägen, kein Zögern. Nein, du beginnst einfach. Und ab dann wird Training natĂĽrlich nicht einfach oder leicht, es wird vielmehr  selbstverständlich.

Die meisten erreichen diesen Punkt leider  nie, weil sie abhängig trainieren. Von Motivation. Von Zeitfenstern. Von Orten. Von perfekten Bedingungen. Und jedes Mal, wenn eine dieser Bedingungen fehlt, gewinnt leider die Bequemlichkeit.

Training wird dann leicht, wenn es unabhängig wird. Wenn es nicht mehr verhandelbar ist. Wenn dein Körper weiß: Training bzw. Bewegung gehört zu meinem Tag wie Zähneputzen. Genau dann entsteht Routine und Routine ist stärker als Willenskraft.

Ab diesem Punkt verändert sich nicht nur dein Körper, auch dein Alltag wird klarer, Entscheidungen fallen leichter, innere Unruhe wird weniger. Nicht, weil alles perfekt ist, sondern weil du dir selbst jeden Tag beweist, dass du Verantwortung ĂĽbernehmen kannst.Verantwortung fĂĽr deinen Körper, fĂĽr deinen Geist. 

Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung. Mäßig – aber regelmäßig.

Wann hast du das letzte Mal etwas begonnen, ohne erst mit dir zu verhandeln?

Quelle: Dr. P. Poeckh